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Erfahrungsbericht BFD-Feuerschiff "Borkumriff"

Schiff Ahoi! Willkommen an Bord des Nationalpark-Feuerschiffs „Borkumriff“!

Moin! Mein Name ist Jannik Schnier, bin 18 Jahre alt und ich bin Bufdi auf dem Nationalpark-Feuerschiff Borkumriff. Ursprünglich bin ich aber aus Ganderkesee, einem kleinen Dorf zwischen Bremen und Oldenburg, bin also kein „echter“ Insulaner.

Um das von Anfang an zu klären: ein Feuerschiff diente nicht zur Brandbekämpfung auf See, sondern war ein schwimmender Leuchtturm und hat andere Schiffe vor gefährlichen Untiefen gewarnt. Die Borkumriff war das letzte bemannte Feuerschiff in Deutschland und ist seit 1989 eine Informations- und Bildungseinrichtung im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Das Schiff liegt nun im Borkumer Hafen und dient als Anlaufpunkt für Natur- und Technikinteressierte.

Meine Hauptaufgaben hier bestehen aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Ich mache Führungen über das Schiff und erläutere den Besuchern den Lebensraum Wattenmeer mit seiner vielfältigen Tier und Pflanzenwelt, aber auch Schiffstechnische- und  Seefahrtsaspekte. Dabei habe ich Gruppen mit unterschiedlichsten Altersklassen; von Grundschulklassen bis zu Seniorengruppen ist alles dabei.

Des Weiteren leite ich eine Reihe von naturkundlichen Exkursionen. Wir bieten verschiedene Wanderungen durch Borkums Natur an, wo unterschiedliche naturkundliche Aspekte im Vordergrund stehen. So zum Beispiel die Wanderung zur Seehundsbank, bei der ich die Besucher über die Lebensweise der Seehunde und Kegelrobben in der Nordsee informiere, oder eine Wanderung durch die Dünen, bei welcher der Prozess der Dünenentstehung erläutert wird.

Wir haben auch einen kleinen Shop vor dem Schiff, den ich betreue und dort die Kasse bediene und Kunden berate. Außerdem rufen bei uns die verschiedensten Leute an, sei es nun wegen einem verwaisten Robbenbaby am Strand, oder der Sichtung eines seltenen Vogels.

Zu meinen Aufgaben an Bord gehört aber auch das sauber halten des Schiffs. Das beinhaltet zum Glück nicht Deck schrubben, aber dafür das Reinigen der Ausstellung.

Besonders cool finde ich, dass ich während meiner Dienstzeit an Bord wohne. Ich schlafe im alten Bett vom Smutje, also dem Koch, und benutze die Schiffskombüse. Die alte Mannschaftsmesse ist mein Wohnzimmer und gleichzeitig Teil der Ausstellung, was zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig war. Man gewöhnt sich aber schnell an die Eigenheiten des Schiffes. Übrigens braucht man auch kein Nautiker zu sein oder Kenntnisse im Plattdeutschen haben um hier anzufangen. Ich habe hier sehr schnell sehr viel gelernt und man identifiziert sich irgendwann mit dem Schiff und ist stolz, wenn man abends in den Hafen zurückkehrt, auf „seine“ Borkumriff, und sich in die Koje schmeißt.

 

Jannik Schnier

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