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Zupacken am “Tor zum Sauerland“ – Freiwilligenarbeit im Umweltzentrum Hagen

Das Umweltzentrum im

Im Hagener Umweltzentrum erlernen Bundesfreiwillige praktischen Naturschutz – Interesse an Arbeit im Freien stößt hier auf fruchtbaren Boden.

"Größtenteils sind wir außerhalb der Stadt unterwegs", berichten Celia Baron und Christian Geisler. Die beiden sind zwei der aktuell drei BFDlern, die auf der Biologischen Station Umweltzentrum Hagen ihren Bundesfreiwilligendienst leisten.
Die Aufgaben sind vielfältig, doch mit Anpacken können sollten Interessierte auf jeden Fall. "Im Moment ist Mähsaison", erklärt Christian. Aber auch Baumbeschnitt gehört zu den Aufgaben, und hin und wieder mal ist auch ein verletzter Vogel zu versorgen.

Neophytenbeseitigung steht ebenso auf dem Programm, hauptsächlich Herkulesstauden und Knöterich, wie Celia berichtet.
Die Liste praktischer Tätigkeiten lässt sich in Weidezaunkontrolle ergänzen, Teiche müssen vom Rohrkolben befreit werden.
"Manchmal ist die Arbeit körperlich anstrengend", sagt der 22-jährige Christian, der schon seit März 2012 im Umweltzentrum mit anpackt, "aber man kommt immer wieder an coole Orte". Und ein Nebeneffekt der Arbeit ist auch gleichzeitig ein Hauptanreiz für beide BFDler: "Es ist schön, den ganzen Tag draußen zu sein".
Doch auch das Gelände der Einsatzstelle selbst ist attraktiv. Seit 2008 ist das Umweltzentrum im geschichtsträchtigen Haus Busch untergebracht, genauer in den Wirtschaftsgebäuden des ehemaligen Ritterguts, vis-à-vis eines Journalistenzentrums, in dem Celia für ihre BFD-Zeit auch untergebracht ist. Hinter dem Umweltzentrum steht ein Trägerverein aus BUND, NABU, Regionalverband Ruhrgebiet, Stadt Hagen und Westfälisch-Lippischem Landwirtschaftsverband. Auf dem Areal finden sich auch ein Parkgarten mit Naturlehrpfad und eine Wiese mit alten Obstsorten.

Christian und Celia an den als Ersatzlaichgewässer angelegten Teichen nahe des Umweltzentrums

Unweit des Umweltzentrums wurden außerdem zwei Teiche angelegt, die als Ersatzlaichgewässer dienen. Nachdem ein Stück weiter aufwärts ein gestauter Bach abgelassen werden musste, haben die Freiwilligen mitgeholfen, hier ein neues Laichgebiet zu schaffen. Darum herum wurde ein Krötenzaun aufgestellt, die Amphibien werden gesammelt und sicher in den nahen Wald gebracht. Erdkröte und Grasfrosch finden sich hier, manchmal auch Molche.

"Man lernt schon echt viel", sagt Celia. Ihr Kollege hatte außerdem  schon einen Ketten-sägenlehrgang, auch Freischneider und Erdbohrer kommen zum Einsatz.

Alte Obstsorten wie "Weißer Klarapfel", "Kaiser Wilhelm Apfel" und "Ontarioapfel" werden auf dem Gelände der Station angebaut.

Generell seien die Lehrgänge alle ziemlich gut, berichtet Christian, der sich zum Schutzgebiets-betreuer ausbilden lässt.  Beide würden den Bundesfreiwilligendienst auch weiterempfehlen, „weil es Spaß macht, jeden Tag draußen zu sein“, wie Celia sagt. Wenn man Zeit habe, oder eine Lücke zu überbrücken, könne sie sich nichts Sinnvolleres vorstellen.

Klar, das beide auch nach dem Freiwilligendienst im Naturschutzbereich arbeiten wollen. Christian denkt an eine Ausbildung „im grünen Bereich“ oder will nochmal die Schulbank drücken und bei Celia ist ein Studium in Richtung Biologie, Landschaftsökologie oder Naturschutz geplant.

Bis dahin heißt es für Christian und Celia weiterhin Anpacken zusammen mit ihrem dritten BFD-Kollegen, drei FÖJlern und den 5 Angestellten des Umweltzentrums.

Mehr Informationen zur Biologischen Station Umweltzentrum Hagen finden sich im Internet unter www.biostation-hagen.de.

Lennart Frickenschmidt

 

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